LEBENSLAUF


 

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Gayle Tufts ist eine amerikanische Entertainerin mit festem Wohnsitz in Berlin und mittlerweile die “bekannteste in Deutschland lebende Amerikanerin” , so der “Stern”.
Sie ist Autorin, Sängerin und Performerin mit enormer Bühnenpräsenz, die sich in vielen Genres zuhause fühlt. Neben ihrer Arbeit für die Bühne arbeitet sie immer wieder für Radio und Fernsehen, und schreibt Bücher und Artikel für diverse Zeitschriften. Obwohl sie seit Anfang der 90er fest in Deutschland lebt, ist ihr Blick auf dieses Land nach wie vor der einer Außenseiterin und bezieht immer ihre internationalen – Bühnen - Erfahrungen mit ein.

Auf der Bühne arbeitet Tufts an der Wiederbelebung der klassischen Cabaret- Formen und bietet immer eine  Kombination von Musik, Comedy und Choreographie. Ihr Ziel sind intelligente Unterhaltung und Shows, die größer sind als das Leben. Die Basis dafür ist ihr transatlantisches Leben zwischen den Kulturen, das die amerikanischen Wurzeln nicht vergisst und die deutsche Wahlheimat feiert aber auch immer wieder hinterfragt. Ihr Spaß am lustvollen und kreativen Umgang mit der deutschen Sprache – als auch die Unfähigkeit, diese in ihren ersten Jahren in Deutschland zu sprechen – führte fast notwendigerweise zur Erfindung ihres Markenzeichens, dem “Dinglish”: Eine Mischung aus Deutsch und Englisch, die sie benutzt um Dinge ins absurd-komische zu überzeichnen. Die gleichzeitige Benutzung zweier Sprachen potenziert ihre poetischen Möglichkeiten.

Sie schrieb drei Bücher - “ABSOLUTELY UNTERWEGS”, “MISS AMERIKA” und “WEIHNACHT AT TIFFANY`S – war Kolumnistin für das Handelsblatt und Autorin für diverse Magazine und Zeitungen (Die Zeit, Die Süddeutsche, Der Tagesspiegel, Max, Amica). Über sechs Jahre lang war sie Autorin und Sprecherin ihrer eigenen wöchentlichen Kolumne für “Radio Multikulti”, dem Weltmusik Sender des RBB, sowie für das Funkhaus Europa.

Tufts ist gern gesehener Gast vieler populärer Talk- und Gameshows – Boulevard Bio, Zimmer Frei, Johannes B. Kerner, NDR-Talkshow,Genial Daneben, Blond am Freitag – und ist oft mit Stand-Up-Auftritten im Fernsehen zu sehen – Quatsch Comedy Club, Ladys Night. 2008 hatte sie anlässlich der US-Präsidentenwahl ihre eigene Video-Kolumne für zdf.de. Ihre eigenen Bühnenshow wurden von 3sat, dem WDR und dem RBB für das Fernsehen aufgezeichnet.

Doch ihr Hauptaugenmerk gilt der Bühne. Ihre selbst produzierten Bühnenshows sind bekannt für ihre intelligente und unterhaltsame Mischung aus Humor und Tiefsinn voller Optimismus und 
vielfältigen Bezügen zur deutschen und amerikanischen Populärkultur. Ihre Arbeit basiert auf der amerikanischen Tradition des “Storytelling” und der Kombination von autobiographischen Texten mit klassischen amerikanischen Showbiz Merkmalen: Musikalität, Glamour, große Präsenz und präzises Timing. Diese Fähigkeiten nutzt sie, um auf der Bühne mit viel Humor die Wunder und Absurditäten ihres, und unser aller, Alltags zu feiern.

Gayle Tufts wird 1960 als Tochter einer Supermarkt Kassiererin und eines Bartenders in Brockton, Massachusetts geboren und erhält ihre Ausbildung am New York University's Experimental Theatre Wing (Schauspiel / Theaterwissenschaft), wo sie Schauspiel, Gesang und Tanz studiert. Sie lebt 13 Jahre in New York. In dieser Zeit arbeitet Tufts u.a. mit den Regisseurinnen Anne Bogart und Yoshiko Chuma, den Schriftstellern Nicky Silver und Ain Gordon, dem Choreograf David Gordon und dem Komponisten Phillip Glass. 

Tufts kommt erstmals 1984 nach Berlin, durch eine Europatournee mit Yoshiko Chumas “The School Of Hard Knocks”. 1986 tourt sie als Backupsängerin für Max Goldt und Foyer des Arts. Sie arbeitet mit der Tanzfabrik Berlin als Performerin, Regisseurin (mit Dieter Heitkamp) und Lehrerin von 1988-94. 

1991 zieht sie fest nach Berlin. Von 1995 bis 2003 arbeitet sie mit dem Pianisten und Komponisten Rainer Bielfeldt. Gemeinsam produzieren sie sechs Bühnenshows, veröffentlichen vier CDs und schreiben Bühnenmusiken für die "Komische Oper Berlin" und die "Rotterdam Dans Group" (Holland). 1998 erhält Gayle Tufts den Kritikerpreis der Berliner Zeitung. 2001/02 spielt Tufts 
-zusammen mit Dirk Bach und Ralph Morgenstern- in Disney's "Der Glöckner von Notre Dame" im Stella Musical Theater die Gastrolle der Wasserspeierin Loni. In der Regie von Adriana Altaras spielt sie die Berliner Premiere von Eve Ensler's "Die Vagina Monologe". Ferner ist sie Gastdozentin an der Hochschule für Musik Hanns Eisler, Berlin im Bereich Jazz/Pop/Chanson. 2002 und 2003 ist sie Hautdarstellerin und Mitautorin der Weihnachtsrevuen "Jingle Bells 2002 - Gayle im Wunderland" und "Jingle Bells 2003 - ...und Wunderland ist überall" im Berliner Friedrichstadtpalast - Europas größtem Revuetheater. Von 2003 bis 2005 präsentiert Gayle Tufts ihre monatliche "Fernsehshow ohne Fernsehkameras" HAPPY HOUR im Berliner Quatsch Comedy Club. Eine Live-Talkshow und Mischung aus Comedy, Musik und Gameshow. Mit dabei sind wechselnde prominente Special Guest Stars (u.a. Barbara Schöneberger, Dirk Bach, Bastian Pastewka und der regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit) sowie verschiedenste musikalische Live-Acts. 
 
Im April 2004 hat die Bühnenshow "Soul-Sensation" im Berliner TIPI-Zelt Premiere. Darin erzählt Tufts ihre Biografie anhand ausgewählter Soul-Songs von den Supremes bis zu Bert Kämpfert. Sie arbeitet zum ersten Mal mit dem 11-köpfigen „Soul Sensation Orchestra“ unter der Leitung von Michael Dixon zusammen. 

Im November 2005 feiert Tufts erste eigene Weihnachtsshow „White Christmas“ im TIPI, Berlin, Premiere. Unterstützt wird sie dabei von der Combo „The Jingletones“ sowie vier internationalen Musicalstars. Erstmalig arbeitet Tufts mit dem Bremer Komponisten und Arrangeur Thomas Zaufke zusammen. Am 25. November 2006 hat „White Christmas Again“ Premiere – eine Fortsetzung der ersten Weihnachtsshow im TIPI, die sowohl Publikum als auch Presse begeistert. 
 
Im Mai 2008 erobert Tufts neues Terrain mit der Produktion „Gayle Tufts rockt!“. In der Show, die für ein Lebensgefühl steht und weniger für ein Musikgenre, begeistert sie das Publikum gemeinsam mit zwei Tänzern und einer energiegeladenen Band unter der musikalischen Leitung von Bene Aperdannier mit neu komponierten Songs und Pop/Rock-Klassikern u.a. von Marianne Rosenberg, Tokio Hotel, Led Zeppelin und Aretha Franklin. Sie spielt die Show allein in Berlin zwischen Mai 2008 und Januar 2009 für 17 Wochen. 

Durch ihre vielfältige Arbeit ist Tufts zu einer Ikone der deutsch-amerikanischen Freundschaft geworden. Eine Tournee als Berlin-Botschafterin für die Berlin Tourismus Marketing GmbH führt sie 2007 durch verschiedene Bundesstaaten der USA. Sie ist im Rahmen des Kongresses „Germany in the modern world“ an der Harvard University , neben Aussenminister Frank Walter Steinmeier, für die Friedrich-Ebert-Stiftung als Diskussionsteilnehmerin eingeladen. Ein weiteres Highlight ist Tufts’ Rückkehr in ihre Heimatstadt mit einer Lesung im Goethe-Institut Boston.

Gayle Tufts unterstützt mehrere soziale und gemeinnützige Projekte. Sie ist Botschafterin der „You can talk“-Kampagne des Schulbuchverlages Diesterweg. Mehrere ihrer Texte und Interviews sind in Unterrichtsmaterialien verschiedener Verlage für den Englischunterricht enthalten. Außerdem ist sie Schirmherrin des Vereins „Hunde für Handicaps“ und der Berliner Academy, einem Jugend-Projekt der GASAG. Seit 2005 engagiert sie sich als Mitglied des Vereins „KINDerLEBEN“ zur Unterstützung der Klinik für krebskranke Kinder e.V. und moderiert dessen jährliche ALBA Benefizgala. 2009 moderiert Tufts zum zweiten Mal das – von Dirk Bach initiierte - Benefizkonzert „Cover me“ zur Unterstützung des Lebenshaus in Köln. 

Februar 2010 feiert ihre Bühnenshow “Everybody`s Showgirl” im großen Haus des Berliner Admiralspalastes Premiere. Eine Hommage an einen legendären Ort der deutschen Unterhaltung und gleichzeitig ein Plädoyer für große Shows und intelligente Unterhaltung, gerade in schweren Zeiten. Im Anschluss geht sie mit der Show auf Tournee durch alle deutschen Großstädte.